AMRA Verlag

DIE BOTIN. Wir warten darauf, dass sie kommen. Doch sie sind längst da.


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Vorbestellung! Dieser Artikel erscheint voraussichtlich am 26.06.2026
Art.Nr.: A47675
Autor: Tom  Kenyon
Tom Kenyon
Patricia  Cori
Patricia Cori

Umfang: 320 Seiten
Einband: Hardcover mit Leseband
Coverdownload: Link zum Herunterladen

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EIN PACKENDER SPIRITUELLER THRILLER ÜBER BEWUSSTSEIN, VERANTWORTUNG UND DIE FRAGE, OB WIR BEREIT SIND ZUZUHÖREN.

Als das hochsensible Channelmedium Jamie Hastings auf ein Ölforschungsschiff geholt wird, soll sie helfen, neue Bohrstellen im Ozean zu lokalisieren. Doch was als lukrativer Auftrag beginnt, entwickelt sich schnell zu einer existenziellen Grenzerfahrung.
In den Tiefen des Meeres tritt sie in Kontakt mit einer Gruppe Buckelwale – und erkennt, dass sie Träger einer Botschaft sind, die weit über das hinausgeht, was die Menschheit bisher begreifen kann.
Als die Wale das Schiff beinahe zum Kentern bringen, wird klar: Sie versuchen verzweifelt, die Menschheit vor einer drohenden Katastrophe zu warnen.
Gefangen zwischen wirtschaftlichen Interessen, wissenschaftlicher Ignoranz und ihrer eigenen inneren Wahrheit muss Jamie eine Entscheidung treffen, die das Schicksal der Erde verändern könnte.

Mit einem exklusiven Vorwort des amerikanischen Mediums TOM KENYON.

»Ein eindringlicher Roman, der die drängenden Themen des Schutzes unserer Ozeane einem breiten Publikum zugänglich macht.«– Natural Resources Defense Council

PATRICIA CORI wird von Lesern weltweit als eine »Indiana Jones des wahren Lebens« bezeichnet – als mutige Sucherin, die neue Wege beschreitet und uns daran erinnert, wer wir wirklich sind. Die international bekannte Bestsellerautorin gehört zu den führenden Stimmen im Bereich spiritueller und multidimensionaler Wirklichkeit. Mit dreizehn Büchern, veröffentlicht in über zwanzig Sprachen, prägt sie seit Jahrzehnten die alternative Medienlandschaft und bringt wegweisende Impulse in die Welt. Als Gründerin der internationalen Organisation Save Earth’s Oceans, Inc. setzt sie sich leidenschaftlich für den Schutz der Ozeane und ihrer Bewohner ein – insbesondere für Wale und Delfine. Ihr Anliegen ist es, das Bewusstsein der Menschheit zu erweitern und uns daran zu erinnern, dass die Gesänge der Wale mehr sind als Laute – sie sind Botschaften einer höheren Intelligenz. Mit »Die Botin« hat sie diese Vision in eine kraftvolle Geschichte gegossen – eine Einladung, hinzuhören, zu fühlen und zu handeln.

STIMMEN ZUM BUCH:

»Die Bestsellerautorin Patricia Cori hat einen tiefgründigen und fesselnden Weg gefunden, uns für die Notwendigkeit zu sensibilisieren, das Leben der Natur in den Weltmeeren zu ehren. Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen den Geschöpfen der Tiefe und uns Menschen. Die Geschöpfe der Tiefe sind unsere heiligen Lehrer. Sie zeigen uns, dass wir bereit sein müssen, in unsere eigenen Tiefen vorzudringen, wenn wir unsere Welt transformieren wollen. Sie leben uns diese Notwendigkeit nicht nur vor – sie flehen uns mit ihren Gesängen geradezu an, endlich diesen Weg zu gehen. Sowohl unseres als auch ihr Leben hängen davon ab, dass wir ihnen antworten. Danke, Pat, dass du die Hand ausgestreckt hast und mit deinem Buch die erste Antwort sendest.« – Temple Hayes, spirituelle Lehrerin,  Autorin und Gründerin von Life Rights

»Patricia Cori erweist uns allen und, wie ich glaube, auch den majestätischen Meeresbewohnern einen großen Dienst, indem sie ihr Können, ihre Leidenschaft und ihre Intelligenz dazu einsetzt, diese Geschöpfe zu verstehen und zu schützen, und uns gleichzeitig einen Weg für die menschliche Transformation aufzeigt.« – New Consciousness Review

»Regierungsintrigen, gefährliche Missionen, Katastrophen, Abenteuer auf hoher See, singende Wale und ein kosmisches 
Geheimnis – was will man mehr?« – Jim Marrs, Bestsellerautor und Enthüllungsjournalist

»Ein seltenes Buch: Es unterhält, fasziniert und vermittelt zugleich eine Botschaft, die wir nicht vergessen dürfen.« – Ervin Laszlo, Autor und Systemtheoretiker

»Die Botin ist eine Geschichte, die man nicht mehr aus der Hand legen kann – voller Wahrheit und Kraft.« – Christiane Northrup, spirituelle Bestsellerautorin

»Die Botin ist ein einzigartig spannendes Abenteuer, das Herz und Seele des Lesers berührt.« – Beau Bridges, Schauspieler der TV-Serie Stargate SG-1

»Ein kraftvoller Blick auf die Krise unserer Ozeane – und ein Weckruf für die Menschheit.« – Dannion & Kathryn Brinkley, Bestsellerautoren von Secrets By the Light

»Wunderschön geschrieben und meisterhaft aufgebaut – ein großartiges Buch!« – Donna Seebo, Radiohost für Delphi Vision Boadcasting

»Mehr als ein Thriller: eine eindringliche Warnung für unseren Planeten.« – Common Ground Magazine

»Dieses Buch wird dich tief berühren und dein Bewusstsein erweitern.« – Global Truth Agenda

»Eine mitreißende Reise voller Spannung, Mystik und tiefer Bedeutung.«  Unity FM

»Ein packender Roman, der die Welt verändern könnte.« – WABC Radio, New York City

»Einfach brillant!« – Tanya Roberts, Bond-Girl aus Im Angesicht des Todes

»Ich bin ein großer Fan von Kreativität, die uns aus unserem Alltagsdenken hinausführt. Pat Cori hat genau so eine Geschichte geschrieben, ein breit angelegtes Abenteuer, das all jene anspricht, die anders denken und den täglichen Krieg gegen die Natur und unsere eigene Zukunft in Frage stellen.« – Pen Densham, Regisseur, Produzent und Oscar nominierter Drehbuchautor

»Die Wale und Delfine dieses Planeten brauchen unsere Hilfe – und Patricia Cori ist ihre Sprecherin!« Elisabeth Röhm, Schauspielerin, Autorin und Aktivistin

»Phänomenal! Ihre außergewöhnliche Vision und die Art und Weise, wie sie ihren Lesern ihre Wahrheit vermittelt, machen Patricia Cori zu einer festen Größe in jeder Bibliothek.« – Donald Newsom, Präsident von BBS Radio Network Inc.

INHALT
Vorwort von Tom Kenyon
Einleitende Worte der Autorin
1    Die Erde wird belagert
2    Jamie Hastings
3    Die USOIL
4    Das Buddha-Baby wird eingefangen
5    Öl und Wasser    
6    Politische Manöver    
7    Nachricht von der anderen Seite    
8    Die Deepwater
9    Die Iden des März
10    Rebellion der Wale
11    Eine Nahtoderfahrung
12    Geheimoperationen
13    Die Wahrheit kommt ans Licht
14    Wettlauf gegen die Zeit
15    Rettung    
16    Erlösung
17    Tsunami!
18    Jimbos Karma
19    Bis wir uns eines Tages wiedersehen    
Nachwort
Danksagung
Stimmen zum Buch
Über das Medium

EINLEITENDE WORTE DER AUTORIN
Vom Hohen Rat der Sirianer gebeten zu werden, den Großen Walen und den mächtigen Delfinwesen eine Stimme zu geben, ist ein Geschenk jenseits aller Maßstäbe. Wie in zweien meiner Werke – »Die Botin« und dem früheren Buch »Bevor wir euch verlassen« – dargestellt, ist die Hingabe der Wale und Delfine an diesen Planeten ein Akt reiner Liebe, denn sie sind die Träger der Musik der Meere. Sie sind ein wesentlicher Teil des musikalischen, fraktalen Universums, das den Emotionalkörper unserer Welt in harmonischer Resonanz hält.
Sie singen die Ozeane lebendig.
Heute hören wir davon, dass Fortschritte bei der Entschlüsselung der Gesänge der Wale gemacht werden – mithilfe modernster wissenschaftlicher Geräte und Künstlicher Intelligenz. Die wissenschaftliche Gemeinschaft erkennt endlich an, dass sich hinter den Gesängen der Buckelwale und den klickartigen Lauten der Pottwale in sämtlichen Weltmeeren, ähnlich einem Morsecode, eine intelligente Sprache verbirgt – eine Wahrheit, die ich seit langem kenne, da ich ihre Botschaften und ihre göttliche Weisheit empfangen darf.
Forscher, die sich mit der Kommunikation der Wale beschäftigen, berichten nun, dass es ihnen gelungen sei, erste »Worte« (sogenannte Codas) der Pottwale zu entschlüsseln, immerhin den Säugetieren mit den größten Gehirnen aller Lebewesen unseres Planeten. Mithilfe künstlicher Intelligenz, trainiert durch Audioaufnahmen, wurden insbesondere vier Begriffe aus Aufzeichnungen vor der Küste der Dominikanischen Republik interpretiert. Dabei soll es sich um Mitteilungen handeln, in denen die Wale sich gegenseitig wiederholt vor menschlichen Eingriffen in die Musik der Ozeane warnen.
Diese Warnungen, so Dr. Pratusha Sharma, die seit zwei Jahrzehnten die Kommunikation von Walen erforscht, beziehen sich auf Störungen durch unsere Spezies: unseren Lärm, unser Verhalten, unsere Eingriffe in die Meere. Ihre Studien zeigen außerdem, dass die Lautäußerungen der Wale eine Sprache mit eigener Syntax, Grammatik und klar erkennbaren Lautmustern enthalten. Sie eröffnen ein völlig neues Verständnis ihrer Kommunikation – nicht nur im Hinblick auf die Grundbedürfnisse Migration, Paarungsverhalten und Nahrungssuche, sondern vielmehr auf ein Verständnis für die Welt jenseits ihres eigenen Lebensraums und dessen Wechselwirkung mit dem ganzen Planeten.
Ich selbst brauchte keine Künstliche Intelligenz, um diese außergewöhnliche Fähigkeit der Wale zu erkennen, höhere Gedanken und Weisheit zu kommunizieren. Ich hatte die große Ehre, in »Bevor wir euch verlassen« und »Die Botin« ihre Stimme zu sein. Beide Werke beruhen auf Channelings von ihnen, direkt empfangenen Durchgaben: über den Grund ihres Hierseins, darüber, wie sie diesen Planeten zusammenhalten, und über ihren dringenden Appell an uns Menschen, die zerstörerischen Eingriffe zu beenden, die unsere Ozeane bedrohen. Für alle, die bereit sind zuzuhören, ist ihre Botschaft klar: Entweder wir beenden die rücksichtslose Zerstörung der Meere oder alles wird zugrunde gehen.
Die Wale und Delfine sind multidimensionale Wesen, die auf vielen Ebenen und in parallelen Universen existieren. Sie weben unaufhörlich die Schwingungen des kosmischen Ozeans, der alles Bewusstsein in einem göttlichen Feld trägt. Sie sind einzigartige Kanäle für außerirdische und extradimensionale Weisheit, und doch bleibt die Menschheit, gefangen in Ablenkung, Disharmonie und Habgier, oft taub für ihre Botschaft. Diejenigen jedoch, die sich mit den Walen und Delfinen verbinden, erkennen in ihnen die gelebte Essenz von Freiheit – jener Freiheit, nach der sich die Seele so sehr sehnt, um die tiefe Freude der Existenz in der 3D-Matrix zu erleben und zum Ausdruck zu bringen.
Diese Freude und dieses Staunen schenken sie uns bedingungslos, und einige von uns, die sie bewusst aufsuchen oder telepathisch mit ihnen kommunizieren, wissen um die unglaubliche Kraft jener unendlichen Liebe zum Leben und zu einem höheren Bewusstsein, nach denen wir so sehr streben.
Doch – und das ist eine zentrale Botschaft dieser Werke – ihr Licht und ihr Gesang werden durch überwältigenden Lärm erstickt, durch Schiffe, Sprengungen und militärische Sonarsysteme, die sich überall in den Ozeanen des Planeten ausbreiten. Die Wale und Delfine kämpfen darum, die Musik am Leben zu erhalten.
Und sie kämpfen ums Überleben.
Mögen diese beiden Herzenswerke dir Erkenntnis schenken, wie wir alle Teil ihrer Welt sein können, auf die eine oder andere Weise, wie wir Gefangene befreien, den Gesang der Meere ehren und dabei helfen können, gegen den Missbrauch vorzugehen, der die Welt unserer Mitbewohner und damit auch unsere zerstört.
Wir, die wir uns auf die Großen Wale und die mächtigen Delfinwesen eingestimmt haben, sind ihre Stimme: Boten einer erwachenden Menschheit.
Und wir sind aufgerufen, ihnen zu helfen, bevor sie uns verlassen.
Eure Patricia Cori

KAPITEL 4: DAS BUDDHA-BABY WIRD EINGEFANGEN
Nach ihrer langen Wache in dieser schrecklichen Nacht bei den sterbenden Walen und Delfinen war Jamie bereit, nach San Francisco zurückzukehren. Sie wusste, dass es an der Zeit war, ihr Versteck zu verlassen, sich an die Arbeit zu machen und alles in ihrer Macht Stehende zu tun, damit sich Szenen wie jene, die sie gerade erlebt hatte, niemals wiederholten. Sie vertraute darauf, dass ihre geistige Führung ihr den Weg weisen würde, wie sie ihre Gaben zum Wohl der gefährdeten Walpopulationen einsetzen konnte – den Familienverbänden dieser erstaunlichen, liebevollen Geschöpfe, die so klar und eindringlich um Hilfe riefen. Jamie war sich absolut im Klaren darüber, dass bei den Menschen ein massiver Bewusstseinswandel nottat, sonst würden die Wale die ökologische Katastrophe, die in den Ozeanen immer mehr um sich griff, nicht überleben – oder was immer es sonst war, das sie überall auf der Welt in Massenstrandungen den Tod suchen ließ.
Als der Anruf von Martin Kaszlow kam, befand sie sich fast schon in der richtigen Stimmung, ihn anzuhören, denn sie hatte ihren Rückzug aus der Gesellschaft beendet und war dabei, die Koffer zu packen, um sich auf den Heimweg zu machen. Einerseits freute es Jamie, von ihm zu hören, andererseits war sie misstrauisch, weil sie wusste, dass er nie ohne Grund anrief. Er meldete sich immer dann, wenn sich ein weiterer grausamer Mord ereignet hatte – in der Regel lief ein Serienmörder frei herum – und niemand sonst und keine forensische Untersuchung Anhaltspunkte lieferte, mit denen der Mörder gefasst werden konnte, ehe er erneut zuschlug. Wie viel Schreckliche hatte sie miterleben und verarbeiten müssen? Wie viel Dunkelheit und Leid? Sie war absolut nicht bereit, in diesen Job zurückzukehren.
Martins Gesicht tauchte in ihrem Kopf auf, noch bevor das Telefon klingelte.
»Ich brauche jetzt keine schlechten Nachrichten, Marty«, sagte sie und faltete ihre Jacke in den Koffer, das Telefon zwischen Schulter und Ohr geklemmt. Sie wusste immer, wann Martin anrufen würde, manchmal sogar bevor er selbst es wusste. Die »Anruferkennung« gehörte für Jamie schon lange, bevor es Handys gab, zu ihrem »paranormalen Basiswissen«, das sie seit ihrer Kindheit beherrschte.
Martin bat sie immer wieder um Hilfe, und immer wieder wusste er nicht recht, wie er das Gespräch beginnen sollte. Diesmal versuchte er es mit Sentimentalität: »Wir vermissen dich hier draußen in der verrückten Welt«, sagte er, aber auch das misslang.
»Ich will es nicht wissen«, antwortete sie kurz angebunden.
Martin war es peinlich, sie privat behelligen zu müssen, und diese Unsicherheit war ihm deutlich anzumerken. »Es ist schon lange her, James – was hast du denn da unten in Down Under getrieben?«
Da sie wusste, wie unangenehm es ihm war, sich mit irgendetwas befassen zu müssen, das auch nur im Entferntesten mit dem zu tun hatte, was er ihre »emotionalen Probleme« nannte, tat sie ihr Bestes, diese zu verbergen. Sie wusste, dass weder er noch sie selbst an Smalltalk interessiert waren. Das konnten sie beide einfach nicht gut. Wenn sie mit ihm zu tun hatte, ging es die ganze Zeit über um das wirkliche Leben, das schnelle und aggressive Leben dort draußen. Jamie empfand es als Ironie des Schicksals, dass in einem Bezirk voller hartgesottener Polizisten und Gewaltverbrechen weibliche Gefühle für den Big Chief einfach zu beängstigend waren, um damit klarzukommen.
»Ich habe mich gerade von etwa einhundertfünfzig Walen und Delfinen verabschiedet, die, aus welchen Gründen auch immer, beschlossen haben, hier an der Küste zu stranden«, sagte Jamie und versuchte, ihre Emotionen zu unterdrücken, aber es gelang ihr nicht. »Ich habe sie sterben sehen – es war ein Massenselbstmord.« Tränen schossen ihr in die Augen, ihre tiefe Traurigkeit brach sich Bahn. Die Stimme versagte ihr, als sie – Martin zuliebe – versuchte, sich nichts anmerken zu lassen.
»Das ist eine schlechte Nachricht«, antwortete er in feierlichem Ton. Martin war kein Mann der Worte. Man musste rau und hart sein für einen Polizeijob wie seinen. Angesichts dessen, was er jeden Tag auf den Straßen Amerikas erlebte, war kein Platz für Sentimentalitäten wegen einer Schar toter Wale.
Jamie seufzte. »Ja … ja, es sind schlechte Nachrichten, Marty – extrem schlechte Nachrichten.«
Wie immer wich Martin Jamies Gefühlen aus und kam direkt auf den Grund seines Anrufs zu sprechen. »Ja, hör zu, James, da ist jemand, der deine Hilfe braucht – der Typ heißt Mat Anderson, draußen in Houston.« Martin fing an, raschelnd in den Papieren auf seinem Schreibtisch zu blättern, weil er alles andere lieber tat, als Jamie um diesen Gefallen zu bitten. »Er ist der Geschäftsführer der USOIL – ein Freund des Gouverneurs«, sagte Martin und räusperte sich. »Er möchte mit dir sprechen.«
»Bin nicht interessiert.«
»Ich stecke ziemlich in der Klemme, Jamie … Man setzt mich politisch unter Druck.«
»Trotzdem kein Interesse«, sagte Jamie in scharfem Ton.
Martin hatte eine kühle Reaktion erwartet – es überraschte ihn nicht, dass Jamie verärgert reagierte. Sie hatte ihm unmissverständlich zu verstehen gegeben, dass sie sich in Neuseeland eine Auszeit nahm, um zu sich zu finden, und dass er sie währenddessen nicht behelligen sollte: weder mit Serienkillern noch mit anderen unaufgeklärten Mordfällen oder sonstigen gruseligen Aspekten seiner Polizeiarbeit. Und schon gar nicht mit so einem Fall. Er wusste, dass sie verärgert sein würde, wenn er das Versprechen brach, das er ihr gegeben hatte – Gouverneur hin oder her.
»Ich dachte, ich hätte mich klar ausgedrückt, Marty.«
»Du sagst doch immer, dass alles aus einem bestimmten Grund geschieht«, erwiderte er. »Der Gouverneur sagte zu mir, dieser große Öl-Boss sucht da draußen im pazifischen Nordwesten nach ›umweltfreundlichen‹ Wegen, neue Bohrstellen zu finden. Das ist alles, was er mir gesagt hat. Wer weiß? Anscheinend glaubt er, dass du helfen kannst. Vielleicht ist es wichtig, James. Vielleicht sagen sie ja die Wahrheit. Ich meine, nur mal angenommen, der Typ ist glaubwürdig. Vielleicht ist es ja gut für die Wale, wenn du ihm hilfst.« Er lehnte sich in seinem Stuhl zurück und legte die Füße auf den Schreibtisch.
»Verdammt, Martin! Bohrungen in diesen Gewässern? Das ist eines unserer letzten noch einigermaßen intakten Ökosysteme, um Himmels willen.« Sie goss sich auf dem Tablett, das der Zimmerservice ihr gebracht hatte, eine Tasse Kaffee ein. »Und es gibt keinen ›umweltfreundlichen‹ Weg, der Erde Öl auszusaugen – wem soll hier etwas vorgemacht werden?«
»Heh, nun schieß doch nicht auf den Boten! Sprich mit dem Kerl – er spielt wirklich in der obersten Liga.«
Jamie dachte kurz darüber nach und kam zu dem Schluss, dass es nicht schaden konnte, sich zumindest anzuhören, was die USOIL tatsächlich plante und wie genau dieser Anderson Jamie dafür benutzen wollte.
»Kann ich ihm also deine Nummer geben?« (...)

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